Stiftung Wohlfahrtspflege fördert Digitalisierungsprojekte

Die Stiftung Wohlfahrtpflege NRW hat ein umfassendes Sonderprogramm für Dienste und Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen mit dem Titel „Zugänge erhalten – Digitalisierung stärken“ ins Leben gerufen. Aus diesem Topf werden nun auch zwei Digitalisierungsprojekte im Diakoniewerk Duisburg gefördert: „Digitale psychosoziale Beratung“ und „Digitales Lernen“.

Digitale psychosoziale Beratung

Die Coronakrise  hat deutlich gemacht, dass ein erhebliches Defizit in der digitalen Kommunikation besteht. Obwohl die persönliche  Beratung in allen Angeboten zentraler Bestandteil der Arbeit ist, ist diese während der Coronakrise in fast allen Bereichen nicht mehr möglich gewesen. Beratungsstellen mussten geschlossen werden, Hilfeempfänger und Nutzer unserer Angebote konnten nicht in Wohneinrichtungen aufgenommen werden, der Kontakt zu Behörden  und externen Partner war völlig unterbrochen. Auch notwendige Einzel-und Gruppenangebote durften nicht mehr fortgeführt werden, was die soziale Isolation der Klientel erheblich befördert hat. Nur begrenzt konnte die Arbeit fortgesetzt werden. Ebenfalls betroffen war die Klientel, die keinen Kontakt mehr zu  Angehörigen und sehr eingeschränkte Kontakte zu Behörden hatte. Wichtige kollegiale Beratung war, wenn überhaupt, nur noch telefonisch möglich. Die Krise hat gezeigt, dass die Arbeitsbereiche mit den Einrichtungen und Diensten der Wohnungslosenhilfe, der Sozialpsychiatrie, der Jugendhilfe und der Suchtkrankenhilfe zukünftig andere und zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten zwischen unseren Stakeholdern, der Klientel, unseren Mitarbeitenden und unseren internen und externen Partnern, die unabdingbar für eine erfolgreiche Vernetzungsarbeit sind, entwickeln müssen. Um unsere Angebote zeitgemäß weiterentwickeln zu können, die Kommunikation in Krisenzeiten sicher zu stellen und den zukünftigen Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft gerecht werden zu können, müssen wir unser Serversystem und die bisher wenigen Laptops, Tablets und Smartphones/ Handys in allen unseren Bereichen erheblich ergänzen und die Systeme ausbauen. Ein weiteres Ziel des Projektes ist, virtuelle Kommunikationsstrukturen für alle, sowohl Mitarbeitende, als auch Klientel und weitere interne und externe Partner aufzubauen.

Digitales Lernen

Durch die Corona-Pandemie kam es zu Zwangsschließungen von Bildungseinrichtungen, von denen auch die Fachbereiche Arbeit und Ausbildung und Kinder, Jugend und Familie betroffen waren. Der Unterricht in den Maßnahmen konnte nicht in Präsenz durchgeführt werden. Seit dem 01.02.2021 läuft das einjährige Projekt „Digitales Lernen“, gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege, mit dem Ziel, den theoretischen Unterricht zu digitalisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, werden ca. 50 Notebooks und 25 Tablets angeschafft, von denen die Tablets auch an Teilnehmende verliehen werden können. Eine Online-Lernumgebung bietet einen angemessenen Rahmen, in dem datenschutzkonform und benutzerfreundlich der digitale Unterricht abgewickelt werden kann. Damit die Herausforderungen, die mit der neuen Betreuungs- und Lehrsituation einhergehen, durch die Mitarbeitenden gemeistert werden können, werden darüber hinaus umfangreiche Schulungen zu der Lernumgebung und zur Gestaltung digitalen Unterrichts durchgeführt. Um schließlich für eine ausreichende Infrastruktur zu sorgen, wird an mehreren Standorten ein W-LAN eingerichtet und die Kapazität der Datenleitungen deutlich erhöht. Durch diese Maßnahmen sollen in den betroffenen Fachbereichen die Krisen-Resilienz gestärkt und die digitalen Kompetenzen nachhaltig erhöht werden.

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