Gemeinschaftliches Wohnen
Eine besondere Wohnform für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Doppeldiagnosen
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Otto Vetter wurde am 5. September 1899 als Lehrersohn in Hagen geboren und besuchte dort auch das örtliche Gymnasium. 1917 machte er dann sein Notabitur und musste als 18jähriger noch ein Jahr am Westfeldzug teilnehmen. An der Front traf er dann eine folgenreiche Entscheidung für seine Berufswahl: Er wollte Theologe werden! Nachdem er unversehrt aus dem ersten Weltkrieg zurückkehrte, begann er 1919 sein Studium in Münster, womit er 1924 mit seinem zweiten theologischen Examen abschloss. Anschließend verbrachte er ein Jahr als Hilfsprediger in Wetter/ Ruhr und noch vier Jahre als Pfarrer der Gemeinde Bottrop-Eigen. Am 1. Juni 1930 erfolgte ein Ruf nach Duisburg, wo er zum Pfarrer an die Lutherkirche in Duissern und die Christuskirche in Neudorf berufen wurde. 1933 wurde er in der Zeit des Kirchenkampfes zum Vertrauensmann der Bekennenden Kirche gewählt, darauf folgten dann Vorladungen zum Polizeipräsidium, Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen von Schreibmaschinen, Kollekten und Verbote von Gottesdiensten.
Nach dem Krieg, 1946, wurde Otto Vetter von der ersten Duisburger Kreissynode in einer seltenen Einstimmigkeit zum Superintendenten des Kirchenkreises Duisburg Süd gewählt, und viermal wiedergewählt.
Er war einer der zwei evangelischen Pfarrer in ganz Duisburg, die in den letzten Kriegsjahren in den Bombennächten durch die Gemeinde gingen und halfen Brände zu löschen, die Verletzten ins Sanitätslager zu bringen und für die Toten mit eigener Hand das Grab zu schaufeln, wenn es sein musste. 12 Jahre nach seiner Berufung nach Duisburg, 1942, wurden alle jungen Pfarrer eingezogen und die älteren mussten dem Bombenkrieg entfliehen. Nur die Seelsorger Vetter, Schneider und Pfeiffer verließen ihren Platz nicht.
Tel.: 0203 8002 50
Fax: 0203 8002 544
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