40 Jahre Anwaltschaft für die Menschen am Rande der Gesellschaft

11. November 2019

Jubiläumsfeier

Das Unternehmen, das 1979 im Haus am Hafen mit einem kleinen Team im Bereich Wohnungslosenhilfe gestartet ist, hat sich bis heute zu einem wichtigen Protagonisten in der Duisburger Sozialwirtschaft entwickelt. Mitarbeitende im Diakoniewerk kümmern sich um Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen: Wohnungslose, Suchtkranke, Flüchtlinge, Arbeitslose, Menschen mit Psychiatrieerfahrung, Familien in Krisensituationen… In den vergangenen vier Jahrzehnten ist das Angebot von einem Fachbereich auf fünf Fachbereiche gewachsen, seit der Gründung wurden 53 Einrichtungen eröffnet, seit Beginn der Ausbildungsangebote wurden 621 junge Menschen im Diakoniewerk ausgebildet u.v.m.

Mit der Wohnungslosenhilfe fing 1979 alles an

 Als das Diakoniewerk für Sozialtherapie im Frühjahr 1979 gegründet wurde, schrieb die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) am 10.4.1979: „Die neue Gesellschaft … hat den Zweck ‚Einrichtungen zu unterhalten und zu betreiben, in denen ausgestoßene und isoliert lebende Menschen mit vorwiegend psychosozialen Störungen… durch Unterkunft, Betreuung und therapeutische Angebote Hilfe erhalten können. Im Mittelpunkt steht dabei das Ziel, diesen Personen wieder eine Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen…“

Der Gründungszweck von damals zeigt, welche besondere Rolle das Diakoniewerk von Anfang an für die psychosoziale Versorgung der Menschen in Duisburg gespielt hat und heute immer noch spielt. Der erste Standort des Unternehmens befand sich von 1979 bis 2012 im Duisburger Innenhafen. Im sogenannten „Haus am Hafen“ entstanden zunächst drei Wohngruppen für wohnungslose Männer. Aus der Wohnungslosenhilfe entwickelten sich dann neue, ergänzende Angebote, als man feststellte, dass die Klienten weitere Unterstützung benötigen bei der Suche nach Arbeit, bei der Beschaffung von Möbeln, bei Suchtproblemen etc. Die Wohnungslosenhilfe ist 40 Jahre lang der Kern der Arbeit des Diakoniewerks geblieben und heute, im Jahr 2019, ist das Diakoniewerk in Duisburg federführend im Einsatz für die Versorgung wohnungsloser Bürgerinnen und Bürger. Wohnungslose, von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen und sogenannte „Wohnungsnotfälle“ werden alle über die Zentrale Anlauf-, Beratungs-, und Vermittlungsstelle im Diakoniewerk versorgt.

 Wichtige Akzente in der Duisburger Sozialwirtschaft

Die besondere Bedeutung des Diakoniewerks für die Sozialwirtschaft wird deutlich bei verschiedenen Großprojekten, die in der Vergangenheit gemeinsam mit anderen Wohlfahrtsträgern, mit der Politik, mit kommunalen Ämtern und mit der Stadtverwaltung umgesetzt werden konnten. Geschäftsführer Udo Horwat blickt zurück: „Immer, wenn es neue sozialpolitische Herausforderungen zu bewältigen gab, konnte sich die Stadt Duisburg auf das Diakoniewerk verlassen: Als im Jahr 2005 die sogenannten Hartz-4-Gesetze eingeführt wurden, war das Diakoniewerk mit anderen Trägern an der Organisation und der Umsetzung von über 3.000 Beschäftigungsstellen in der Gemeinwohlarbeit maßgeblich beteiligt. Mit Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 entwickelten wir Seite an Seite mit der Stadt Angebote für die Flüchtlingshilfe und heute engagieren wir uns unter anderem gemeinsam in dem Projekt ‚100(8) Häuser‘ für mehr sozialen Wohnraum.“

Auch der Suchthilfeverbund Duisburg e.V. ist ein gelungenes Kooperationsprojekt. Hier engagiert sich das Diakoniewerk Duisburg seit zehn Jahren zusammen mit dem Jugendamt, dem Gesundheitsamt und der Caritas für Menschen mit Suchtproblemen und ihre Angehörigen. Es gibt besondere Angebote für die Kinder von Suchtkranken. Udo Horwat freut sich: „Das Diakoniewerk ist immer aktiv dabei, wenn im Gesundheits- und Sozialausschuss, in der Gesundheitskonferenz oder im Jugendhilfeausschuss sozialpolitische Fragen erörtert und Lösungen erarbeitet werden müssen.“

Das Diakoniewerk wächst weiter – auch über die Grenzen von Duisburg hinaus

In vier Jahrzehnten ist das Unternehmen mit ca. 500 Mitarbeitenden zu einem bedeutenden Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb in Duisburg geworden und es expandiert weiter – auch über die Stadtgrenzen hinaus: Neben drei „Kaufhäusern der Diakonie“ (=KadeDi) in Duisburg, gibt es bereits vier weitere Kaufhaus-Standorte in Wesel, Dinslaken, Voerde und Kamp-Lintfort. Die stationäre Jugendhilfeeinrichtung „Scheifeshütte“ ist 2017 in Kempen an den Start gegangen und kooperiert eng mit dem Duisburger Jugendamt.

Foto:

Am 6.11. 2019 wurde das Jubiläum im Steinhof Duisburg gefeiert mit Mitarbeitenden, Geschäftspartnern, Spendern und Wegbegleitern. Das Foto zeigt Geschäftsführerin Ruth Stratmann und Geschäftsführer Udo Horwat mit dem Jubiläums-T-Shirt. (Quelle: Diakoniewerk Duisburg)

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