Anna Žalac, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände in Duisburg, erklärt: „Die Wohlfahrtsverbände in Duisburg unterstützen den Aktionstag ‚Kommunen am Limit‘. Die angespannte finanzielle Lage vieler Städte gefährdet auch zunehmend die Handlungsfähigkeit bei uns vor Ort und damit auch wichtige soziale Angebote für die Menschen in Duisburg. Wichtig für eine Bürger*innen orientierte soziale Infrastruktur ist eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg, zu der wir jederzeit bereit sind. Gerade in schwierigen Zeiten braucht es eine Partnerschaft auf Augenhöhe, in der gemeinsame Verantwortung übernommen und vorhandene Gestaltungsspielräume vor Ort genutzt werden. Durch ein gemeinsames Handeln von Kommune und freien Trägern können tragfähige Lösungen für die Herausforderungen der nächsten Jahre entwickelt werden.“
PRESSEMITTEILUNG DER STADT DUISBURG | 22. JUNI 2026 (Auszug)
Gemeinsam gegen die Finanznot der Städte – Duisburg beteiligt sich am Aktionstag „Kommunen am Limit“
Die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – haben gemeinsam zum bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ aufgerufen und fordern von Bund und Ländern, endlich entschlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Finanzkrise zu ergreifen. Die Stadt Duisburg beteiligte sich heute ebenfalls an dieser Aktion, um auf die kommunale Finanzsituation aufmerksam zu machen.
Die Finanzlage der Städte, Landkreise und Gemeinden ist dramatisch: Das kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchststand, Tendenz steigend. Eine Hauptursache dafür sind steigende Sozialausgaben, welche die Kommunen bundesgesetzlich leisten müssen. Aufgrund der kommunalen Finanzkrise muss die Stadt ab dem kommenden Jahr ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) aufstellen.
Oberbürgermeister Sören Link positioniert sich deutlich: „Die Aufgaben für Kommunen werden immer größer, die Kassen immer leerer. Wenn Bund und Länder nicht endlich handeln, geraten wichtige Leistungen für die Bürger noch mehr unter Druck. Unsere Botschaft ist klar: So wie jetzt kann es nicht weitergehen – wir brauchen einen kommunalen Finanz-Neustart.“ Stadtdirektor und Stadtkämmerer Martin Murrack ergänzt: „Seit meinem Amtsantritt als Kämmerer in Duisburg im Jahr 2019 bin ich erklärter Verfechter des Grundsatzes ‘Wer bestellt, bezahlt‘ und bleibe dies auch nach wie vor. Bund und Land können nicht noch weitere Aufgaben auf uns Kommunen übertragen, ohne für die entsprechende Finanzierung zu sorgen. Die Zahlen zeigen es deutlich – der Gemeindehaushalt ist überspannt, die Jahresfehlbeträge drohen, ernsthaft aus dem Ruder zu laufen. Die Städte und Gemeinden brauchen Hilfe – und zwar sofort!“