Jessica Eul ist neue Leitung im Fachbereich Teilhabe & Selbstbestimmung

1. April 2026

Porträt einer lächelnden Person mit Brille, schulterlangem blondem Haar und schwarzem Oberteil vor hellem Hintergrund.

Jessica Eul (43 J.), neue Leiterin im Fachbereich Teilhabe & Selbstbestimmung

Fachfrau für Eingliederungshilfe mit ausgeprägter Menschenliebe

Jessica Eul (43 J.) ist seit dem 1.4.2026 neue Leiterin im Fachbereich Teilhabe & Selbstbestimmung.

Frau Eul, Sie sind schon seit über zwanzig Jahren im Fachbereich Soziales Wohnen und Gesundheit des Diakoniewerks tätig – was hat Sie hier hingeführt?

Ich bin tatsächlich schon sehr lange im Diakoniewerk, seit 22 Jahren! (lacht) Damals, in einer Findungsphase, bin ich durch einen Studentenjob im Diakoniewerk in einer Unterkunft für wohnungslose Frauen gelandet – und da habe ich gemerkt: Das liegt mir. Ich kann gut mit Menschen arbeiten, komme gut in Kontakt, und vor allem habe ich gemerkt, dass diese Arbeit für mich Sinn macht. Mir war immer wichtig, nicht nur ein kleines Rädchen in einem großen System zu sein – also etwa in einem Großkonzern, um reiche Menschen noch reicher zu machen – sondern selbst etwas bewirken zu können. Genau das habe ich hier gefunden.

Wie hat sich Ihre Arbeit im Diakoniewerk entwickelt?

Nach dem Studium Soziale Arbeit in Nimwegen fing ich zunächst als Sozialarbeiterin in der Unterkunft für Frauen an – das war 2009. Parallel habe ich auch in der Schulsozialarbeit gearbeitet. Das war eine intensive Zeit, in der ich viel ausprobiert und gelernt habe. Danach bin ich in die Sozialpsychiatrie gewechselt und habe mich fachlich weiterentwickelt. Gleichzeitig merkte ich, dass mich auch die organisatorische Seite und Leitungsaufgaben zunehmend interessieren – deshalb habe ich berufsbegleitend Sozialmanagement studiert. 2019 bin ich nach meiner Elternzeit direkt als Einrichtungsleitung im Peter-Beier-Haus gestartet. Das war ein großer Schritt. 2021 kam dann die stellvertretende Fachbereichsleitung hinzu, interimsweise für einige Monate auch die Leitung. Später übernahm ich zudem die Verantwortung für eine weitere Einrichtung, das Haus an der Buche. So hat sich mein Aufgabenbereich nach und nach erweitert. Vieles hat sich entwickelt, weil sich Möglichkeiten ergeben haben – und weil ich im Diakoniewerk immer wieder die Chance bekommen habe, Verantwortung zu übernehmen. Was ich außerdem sehr schätze, ist das Miteinander. Man kennt sich, man weiß, wen man anrufen kann. Daraus sind auch Freundschaften entstanden. Das alles zusammen macht für mich den Unterschied. Deshalb arbeite ich wirklich gerne hier – und das Werk müsste mich schon sehr ärgern, damit ich gehe. Dann werde ich Weddingplanerin…. (lacht)

Sie sind verheiratet, haben einen neunjährigen Sohn und arbeiten Vollzeit – lässt sich Familie und Beruf im Diakoniewerk gut verbinden?

Ja, das lässt sich gut verbinden – und ich habe das im Diakoniewerk auch immer so erlebt. Als mein Sohn geboren wurde, habe ich Elternzeit genommen und konnte danach wieder einsteigen – und zwar direkt in eine Leitungsfunktion. Das war für mich ein großer Vertrauensbeweis. Natürlich braucht es Organisation, gerade im Alltag. Aber das funktioniert gut.

Das Diakoniewerk Duisburg ist ein Unternehmen der evangelischen Kirche. Was bedeutet das für Sie als Fachbereichsleitung?

Für mich bedeutet das vor allem eine klare Haltung im Umgang mit Menschen. Wir begegnen den Menschen auf Augenhöhe – unabhängig von ihrer Lebenssituation. Gerade in unserem Arbeitsfeld ist das zentral. Das christliche Menschenbild ist dabei für mich eine wichtige Grundlage – im täglichen Handeln, nicht nur als Anspruch. Wir machen auch da weiter, wo andere aufhören würden. Wir besuchen auch jemanden auf der Palliativstation. Und wenn beispielsweise ein Klient stirbt, kümmern wir uns wie Angehörige, gehen zur Beerdigung und organisieren ein Trauercafé. Auch wenn dies kein Kostenträger übernimmt. Denn der Mensch hatte eine Bedeutung.

Und woran denken Sie, wenn Sie an Duisburg denken?

Duisburg ist mein Zuhause, ich bin ja hier geboren. Duisburg ist für mich einfach meine Stadt. Und ich denke an die Vielfalt hier – an die Menschen, die manchmal sehr direkt, rau und bodenständig sind. Das passt gut zu unserer Arbeit.

Es gibt erneut eine Umstrukturierung im Fachbereich und es gibt viele Herausforderungen – was kommt auf Sie zu?

Ja, der frühere große Fachbereich Soziales, Gesundheit und Wohnen wurde neu aufgestellt und ich verantworte hier jetzt den Bereich Teilhabe & Selbstbestimmung. Die Herausforderung ist dabei vor allem, die Übergänge gut zu gestalten und gleichzeitig die laufende Arbeit verlässlich weiterzuführen. Und wir müssen uns natürlich kontinuierlich an die neuen Rahmenbedingungen seitens des Gesetzgebers anpassen, wobei wir schnell beim Thema BTHG (Bundes-Teilhabe-Gesetz) und Kostenplänen sind. Hier helfen Manpower und Expertenwissen! Deshalb sind einige unserer Mitarbeitenden speziell ausgebildet, um das zu schultern. So können sie Kolleginnen und Kollegen entlasten, damit diese sich weiter gut und intensiv um die Klientinnen und Klienten kümmern können. Das ist und bleibt Kern unserer Arbeit.

Dabei möchte ich den Fachbereich nicht nur stabil führen, sondern auch weiterentwickeln. Wir schauen sehr genau: Wo gibt es in Duisburg aktuelle Bedarfe, und was können wir daraus mit fachlich guten Ideen an neuen Angeboten entwickeln?

Womit können Sie bei all der Arbeit und Verantwortung am besten entspannen? Haben Sie ein besonderes Hobby?

Am besten entspanne ich mit meiner Familie. Das ist mir sehr wichtig. Ich gehe auch gerne spazieren, treffe Freunde und gehe auch gerne feiern. Das gehört für mich genauso dazu. Tanzen und feiern – das entspannt. Es gibt immer einen Grund zu feiern, das sollte man sich bewusst machen. (lacht)

Text: Silke Vogten

Wir sind für Sie da!

Diakoniewerk Duisburg GmbH
Paul-Rücker-Str. 7
47059 Duisburg

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