GuiDe unterstützt Migrantinnen in Duisburg

Hand in Hand Richtung Erwerbsarbeit: GuiDe unterstützt Migrantinnen in Duisburg bei der Arbeitssuche

Neues Projekt fördert die soziale und arbeitsmarktliche Integration erziehender Migrantinnen mit Fluchthintergrund und aus Südosteuropa

 „Wir bringen hier Personen, die sich bereits erfolgreich integriert haben, mit Migrantinnen zusammen, die diesen Weg noch vor sich haben,“ erläutert Frank Böttcher, Geschäftsführer des jobcenter Duisburg den Projektansatz von „GuiDe – Gut in Duisburg etablieren“. „Sie stehen ihnen als eine Art Kümmerer mit Rat und Tat zur Seite.“

 Die Betreuungspersonen des Diakoniewerks Duisburg begleiten und unterstützen den arbeitslosen Menschen umfangreich. Das neue Angebot verfolgt das Ziel, die soziale und arbeitsmarktliche Integration erziehender Migrantinnen mit Fluchthintergrund und aus Südosteuropa zu fördern und ihnen eine Perspektive aufzuzeigen. Die Heranführung an integrative Unterstützungsangebote spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle, wie die Vermittlung von Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Medien.

„Es hat sich gezeigt, dass gerade Mütter mit langen Kinderbetreuungszeiten hierfür wenig Zeit finden und digitale Möglichkeiten hier und da aufgrund fehlender Kenntnisse nicht genutzt werden können,“ erläutert Frank Böttcher. „Im Projekt GuiDe wird das Notwendige mit dem Zielführenden ganzheitlich und sinnvoll verknüpft.“

Die auf die individuelle Bedarfslage ausgerichtete Unterstützung begleitet die Erziehenden bei der Bewältigung integrationshindernder Herausforderungen. Flankiert wird sie von Aktivitäten zum Kennenlernen der anderen Kultur, z.B. durch die Begründung migrantisch-deutscher Freundschaften oder die Einbindung in Projekte, die einen gemeinsamen Nutzen für alle Duisburger erlebbar machen.

Die Coaches tragen dabei ganz entscheidend dazu bei, authentisch durch eigene Erfahrungen zu vermitteln, wie wichtig der Aufbau eines tragfähigen sozialen Netzwerks für eine möglichst schnelle soziale und arbeitsmarktliche Integration in die Ankunftsgesellschaft ist und wie die persönlichen Rahmenbedingen sowie die der Kinder davon abhängen.

„Wir haben in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen mit dem Modellprojekt Familienlotsinnen gemacht. Dabei wurden gezielt Frauen mit Fluchthintergrund in der Familienphase angesprochen, bei denen aufgrund unterschiedlicher Probleme eine Integration erschwert wurde. Das niedrigschwellige Angebot hat Vertrauen geschaffen und zur Verbesserung der individuellen Situation der Frauen geführt,“ erklärt Noura Athamna, Mitarbeiterin des Projektes GuiDe beim Diakoniewerk Duisburg.

Das Kooperationsprojekt, welches vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW und der RAG-Stiftung gefördert wurde, zeichnete sich dadurch aus, dass die Teilnehmerinnen durch Frauen betreut wurden, die ebenfalls eine Migrationsgeschichte aufweisen. Nach zweijähriger Förderung lief das Modellprojekt Anfang des Jahres aus. „Es hat sich gezeigt, dass die Lotsinnen einen schnellen Zugang zu den Frauen fanden, sie wurden zu Bezugspersonen, zu denen Vertrauen aufgebaut wurde,“ berichtet Udo Horwat, Geschäftsführer des Diakoniewerks Duisburg.

Mit dem neuen Modellprojekt GuiDe bieten jobcenter Duisburg und Diakoniewerk Duisburg eine wichtige Hilfestellung für erziehende Neuankömmlinge in der Stadt an, eine ganzheitliche Integration wird so schneller realisierbar.

Foto (v.l.n.r.): Udo Horwat, Geschäftsführer des Diakoniewerks Duisburg, Noura Athamna, Mitarbeiterin des Diakoniewerks Duisburg im Projekt GuiDe, Sabine Degener, Bereichsleiterin beim jobcenter Duisburg und Frank Böttcher, Geschäftsführer des jobcenters Duisburg (Foto: jobcenter Duisburg/Katrin Hugenberg).

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