„DU bist eingeladen“ zur ökumenischen Tafel am 12.7.2026

6. Juli 2026

Vier Erwachsene in weißen T‑Shirts stehen im Freien; vorne hält eine Person mit Brille ein rundes Holztablett mit mehreren hellen Fladenbroten. Im Hintergrund sind Bäume, ein Kiesweg und städtische Gebäude zu sehen.

DU bist eingeladen!

Duisburg is(s)t im Dialog. Kirchen und Wohlfahrtsverbände bitten zu Tisch.

Christliche Werte sind das Fundament der Arbeit von Caritas, Diakonie, evangelischer und katholischer Kirche. Ihre Angebote finden sich überall in Duisburg – in jedem Stadtteil. Um christliches Engagement in der Stadt sichtbarer zu machen, haben die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände das Bündnis „Ökumene Duisburg“ gegründet. Als Auftaktveranstaltung wird beim Marina-Markt im Innenhafen am 12. Juli 2026 von 11 bis 18 Uhr die „längste Tafel in Duisburg“ aufgebaut. Unter dem Motto „DU bist eingeladen“ geht es darum, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, neue Ideen zu entwickeln, Fragen zu beantworten und herauszufinden, wie bekannt die christlichen Träger in Duisburg sind.

„DU bist eingeladen“ – Programm

Menschen auf der ganzen Welt treffen sich als Tischgemeinschaft, wenn sie gemeinsam essen und feiern, aber auch um gemeinsam zu trauern, Verträge auszuhandeln, Ideen zu entwickeln. An diesen Gedanken knüpft auch die ökumenische Tafel auf dem Marina-Markt an. Mit Unterstützung des Veranstalters Duisburg Kontor wurde ein Standort im Familienbereich vor der Stadtmauer gefunden, ganz in der Nähe des Spielplatzes. Ein umgebauter amerikanischer gelber Schulbus aus der katholischen Jugendarbeit ist schon aus weiter Entfernung das Erkennungszeichen – und darf als besonderer Insta-Spot genutzt werden. Daneben wird ein mobiler Ofen aufgebaut, wo den ganzen Tag über frisches Fladenbrot gebacken wird – ganz in christlicher Tradition wie vor 2.000 Jahren. Das Angebot ist kostenfrei.

„Was wäre die längste Tafel in Duisburg ohne Brot?“, erklärt Pfarrer Andreas Brocke, Stadtdechant der Katholischen Stadtkirche in Duisburg. „An vielen Stellen in der Bibel wird davon erzählt, dass Gott die Menschen satt macht – zum Beispiel als Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen den Hunger tausender Menschen stillte. Das bedeutet für mich, dass wir lernen müssen zu teilen und niemanden aus dem Blick verlieren dürfen, der uns braucht. Gemeinsam laden die Kirchen, Caritas und Diakonie ein, Brot zu teilen, zu essen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einander in den Blick zu nehmen. Alle sind willkommen!“

Über den Tag verteilt besuchen zahlreiche Gesprächspartnerinnen/ Gesprächspartner die Tafel aus unterschiedlichen ökumenischen Arbeitsfeldern wie Theologie, Sozialarbeit, Ehrenamt, Stadtgesellschaft – sie berichten gerne im direkten Gespräch von ihrem Wirken, ihrer Arbeit. Auch die Leitungen der beiden Stadtkirchen sowie von Caritas und Diakonie sind vor Ort.

Für die kleinen Gäste wird eine Mal- und Bastelaktion angeboten. Kinder können einen „DU bist eingeladen“- Button gestalten und ihn an Freunde oder Familie verschenken. Außerdem werden kreative Bildvorschläge gesammelt zum Thema „Wer soll an deinem Tisch sitzen?“ und es gibt das Ausmalheft „Religionen – und miteinander leben in Deutschland.“

Pfarrer Dr. Christoph Urban, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, fasst das Ziel des Projektes zusammen: „‚DU bist eingeladen!‘ – als Kirchen, Caritas und Diakonie geht es uns darum, Menschen miteinander in Verbindung bringen. Gerade in einer Zeit, in der vieles auseinander zu driften scheint, sind solche Begegnungen besonders wertvoll. Mit unserer Präsenz beim Marina-Markt möchten wir zeigen: Kirche ist mitten im Leben der Menschen – offen, zugewandt und ansprechbar.“

Ökumene in Duisburg

Über 150.000 Menschen in Duisburg gehören der katholischen oder evangelischen Kirche an. Vermutlich hat fast jeder Mensch in Duisburg schon einmal ein christliches Angebot genutzt – vielleicht sogar mehr. Für jeden Menschen ist etwas dabei, vom Anfang des Lebens bis zum Ende. Es gibt mehr als 130 Standorte von Caritas und Diakonie im gesamten Stadtgebiet, hier sind mehr als 6.000 Mitarbeitende im Einsatz – viele von ihnen auch nachts, an Feiertagen und an Wochenenden. Hinzu kommen unzählige freiwillig Engagierte, die in den Diensten und Einrichtungen unterstützen. Damit zählen ökumenische Angebote zu den größten sozialen Versorgungsstrukturen der Stadt. Die älteste ökumenische Einrichtung der Stadt ist die 1913 gegründete Ökumenische Bahnhofsmission.

Pfarrerin Barbara Montag, Sprecherin der Diakonie Duisburg und Geschäftsführerin im Diakoniewerk Duisburg, erklärt: „Ökumenische Angebote sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der Stadtgesellschaft in Duisburg, dazu gehören neben den Gemeinden auch konfessionelle Krankenhäuser, Kindergärten und Altenpflege, Familienbildung, Beratungsstellen, Sozialkaufhäuser, Quartiersarbeit und vieles mehr. Wir sind an der Seite der Menschen, wenn sie krank sind oder einsam, wenn sie Schulden oder Probleme haben, wenn sie wohnungslos oder arbeitslos sind, wenn sie traurig oder glücklich sind. Gleichzeitig sind die Kirchen und Wohlfahrtsverbände auch wichtige Arbeitgeber hier vor Ort.“

Ausblick: Demokratie und Vielfalt fördern

Christen glauben daran, dass sie einen Auftrag haben: Die Welt gerechter, liebevoller und friedlicher zu machen. Evangelische und katholische Christen gehören zu der gleichen Wertegemeinschaft – einer Gemeinschaft, die sich für ein respektvolles Miteinander einsetzt und rassistischen, menschenfeindlichen Worten und Taten entschieden entgegensteht. „Duisburg ist eine vielfältige Stadt, in der Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, Erfahrungen und Perspektiven zusammenkommen“, betont Petra Keysers, Vorständin und Direktorin des Caritasverbandes Duisburg. „Diese Vielfalt ist eine große Stärke – und braucht Orte, an denen Begegnung möglich wird. Genau das möchten wir mit unserer Aktion schaffen: einen offenen Raum, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen, einander zuhören und sich auf Augenhöhe begegnen können. ‘DU bist eingeladen’ ist deshalb mehr als ein Motto – es ist eine Haltung, die wir gemeinsam in die Stadt tragen möchten.“

„Zur Haltung von Caritas, Diakonie und Kirche gehört es, Menschen in Not zur Seite zu stehen – seien sie arm, geflüchtet oder auf andere Weise hilfsbedürftig. Wir nehmen die Menschen in den Blick, die sonst weniger sichtbar sind und die unter Isolation und Ausgrenzung leiden. In einer Zeit aufgeladener gesellschaftspolitischer Debatten mit spürbarem Rechtsruck gilt es mehr denn je darum, die Demokratie zu stärken – entschlossen und tatkräftig im täglichen Miteinander“, da sind sich alle ökumenischen Vertreterinnen und Vertreter einig.

Foto von links: Pfarrer Dr. Christoph Urban (Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg), Petra Keysers (Vorständin und Direktorin des Caritasverbandes Duisburg), Pfarrerin Barbara Montag (Sprecherin der Diakonie in Duisburg und Geschäftsführerin des Diakoniewerks Duisburg), Pfarrer Andreas Brocke (Stadtdechant der Katholischen Stadtkirche in Duisburg)

Wir sind für Sie da!

Diakoniewerk Duisburg GmbH
Paul-Rücker-Str. 7
47059 Duisburg

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